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Gebrüder-Körting Schule

Die Schule im Grünen

Drei Schüler

Len, Natalie, Shaneecia im Interview

Schülerinterview


Wer kann die Schule besser erklären als die Schüler/innen selbst. Wir haben uns drei geschnappt und sie ausgefragt. Das haben sie gesagt:

Sophie: „Hallo ihr drei! Schön, dass ihr euch bereit erklärt habt, uns eure Schule zu erklären.“

Erik: „Schließlich seid ihr ja die Experten für eure Schule! Geht ihr denn gern zur Schule?“

Shaneecia, Natalie und Len: „Ja!“

Len: „Meistens! Weil der Unterricht meistens ziemlich viel Spaß macht. Wenn ich zur Schule komme, freue ich mich und bin fröhlich.“

Sophie:
„Was gefällt euch denn an der Gebrüder-Körting-Schule am besten?“

Len: „Also, ich finde den Pausenhof ziemlich gut, weil der ziemlich groß ist. Es gibt auch viele schöne Sachen, die man da machen kann. Und auf jeden Fall sind die Lehrer ziemlich nett.“

Erik: „Gibt es im Klassenzimmer etwas, was ihr besonders cool findet?“

Shaneecia, Natalie und Len: „Das Smartboard!“

Len: „Und, dass es verschiedene Materialien zum Arbeiten gibt. Es gibt zum Beispiel ein Mathe-Regal und ein Deutsch-Regal, wo dann verschiedene Materialen sind, die man zum Lernen benutzen kann.“

Unterricht


Sophie: „Und wie ist euer Unterricht?“

Len: „Also, manchmal müssen wir in den Heften arbeiten, in der Stillarbeit. Jeder hat ja seine eigenen Hefte. Und manchmal machen wir Freiarbeit. Da darf sich dann jeder etwas aussuchen, was er noch nicht so gut kann. Da kann er dann üben. Und manchmal machen wir dann auch alle etwas zusammen.“

Sophie: „Nutzen die Freiarbeit denn auch einige Kinder zum Spielen?“

Shaneecia: „Nein, Freiarbeit ist, dass man sich aussucht, welches Fach man macht.“

Natalie: „Also die Hauptfächer… Deutsch, Mathe oder Englisch.“

Len: „Wenn Kinder versuchen, nicht richtig zu arbeiten, dann sagen andere Kinder ‚Ihr sollt jetzt richtig arbeiten!‘ oder der Lehrer sagt das.“

Sophie: „Und was machen die Lehrer in der Freiarbeit?“

Shaneecia: „Die helfen uns.“

Len: „Meistens suchen sie sich dann ein Kind aus, was grade irgendetwas macht, was es noch nicht so gut versteht und was da noch ein bisschen Hilfe brauchen könnte. Wenn ein anderes Kind Hilfe braucht, geht die Lehrerin dann dorthin und hilft.“

Tagesstart


Erik: „Und wenn ihr morgens um 8 Uhr zur Schule kommt, wie läuft das dann ab?“

Shaneecia: „Erstmal haben wir 15 Minuten Zeit, um anzukommen. Wenn es 8:15 Uhr ist, dann müssen wir anfangen zu arbeiten. Also, die Erst- und Zweitklässler gehen dann halt raus in die Frühbetreuung und spielen und die Dritt- und Viertklässler bleiben drin und arbeiten. Um 9 Uhr kommen die Kleinen dann rein und arbeiten mit. Um 10:10 Uhr gehen wir alle frühstücken…“

Natalie: „… das geht so bis 10:20 Uhr.“

Len: „Und dann haben wir bis 11 Uhr Pause auf dem Hof.“

Gemischte Jahrgänge


Erik: „Ihr seid also verschiedene Altersstufen in einer Klasse?“

Shaneecia, Natalie und Len: „Ja.“

Shaneecia: „Klassen eins bis vier sind wir in jeder Klasse.“

Erik: „Und geht das gut?“

Einstimmig: „Ja.“

Len: „Und die Großen können den Kleinen immer helfen. Und bei uns ist das so geregelt, man geht als erstes nicht zum Lehrer, sondern…“

Shaneecia: „… man fragt andere Kinder…“

Len: „Genau, als erstes immer zu einem anderen Kind gehen…“

Shaneecia: „… was das dann weiß. Was helfen kann.“

Len: „Bei den Erst-, Zweit- und Drittklässlern klappt das halt ganz gut, weil die ja immer einen haben, der etwas weiter ist und dann helfen kann. Nur bei den Viertklässlern ist es schwierig, wenn nicht ein anderer Viertklässler wesentlich stärker ist als sie.“

Frühstück


Erik: „Und wie ist das Frühstück?“

Len: „Entweder, wir gehen in die Mensa…“

Shaneecia: „… oder wir essen in der Klasse.“

Len: „Und man kann sich dann die Brote selbst belegen. Es gibt da dann Salami, Mortadella, Putenbrust und Käse.“
Shaneecia: „Genau! Zwei verschiedene Arten von Käse. Und es gibt immer Obst und Gemüse.“

Nachmittag


Erik: „Das klingt lecker! Und habt ihr hier auch ein Nachmittagsangebot?“

Shaneecia: „Ja, das ist die Nachmittagsbetreuung ab 13 Uhr. Wir haben in der Klasse zwei Gruppen. Die einen essen erstmal Mittagessen und gehen dann raus zum Spielen auf den Hof. Und die andere Gruppe ist erst auf dem Hof draußen und kommt dann zum Mittagessen. 13:50 Uhr bis 14:20 Uhr wird dann Hausaufgaben gemacht.“

Natalie: „Dann schreiben wir in die POKs, was wir gearbeitet haben und das wird unterschrieben.“

Shaneecia: „Und dann gehen alle Kinder in die Aula und dann darf man sich eine AG auswählen. Jeden Tag werden andere AGs angeboten. Und dann um 15:45 Uhr gehen alle zurück in ihre Klassen und sprechen darüber, was sie gemacht haben. Und um 16 Uhr ist Schulschluss.“

Len: „… für die, die erst später die Schule verlassen.“

Sophie: „Klappt das denn gut, dass man sich jeden Tag immer wieder neue eine AG aussuchen kann?“

Shaneecia, Natalie und Len: „Ja.“

Sophie: „Und habt ihr mal ein paar Beispiel-AGs für uns?“

Natalie: „Es gibt eine Garten-AG oder die 1.-Hilfe-AG. Da kann man dann anderen Kindern helfen, wenn sie sich verletzen.“

Len: „Es gibt auch eine Zirkus-AG, die am Ende des Schuljahres was aufführen, vor der ganzen Schule. Das ist ein Projekt mit anderen Schulen.“

Lernbaum


Sophie: „Und woher wisst ihr, was ihr jetzt schon alles gelernt habt? Und was als nächstes ansteht?“

Natalie: „Wir haben einen Lernbaum. Da malen wir mit dem Lehrer an, was wir schon können. Und weiß oder hellgrün bedeutet, dass wir das noch üben müssen. Und dunkelgrün zeigt, was wir schon richtig gut können.“

Shaneecia: In den Fächern natürlich.

Natalie: Und welche Fähigkeiten man hat, wie Hilfsbereitschaft.

Len: „Bei meinem Lernbaum sind zum Beispiel die Blätter in Mathe schon sehr grün. Sachen wie Rechtschreibung muss ich noch ein bisschen üben. Da bin ich jetzt nicht so der Meister drin. Und es gibt einen Lernbaum für das erste und zweite Schuljahr und einen anderen für das dritte und vierte Schuljahr.

Thementage


Sophie: „Und wie ist das mit den Thementagen? Was macht ihr da?“

Shaneecia: „Der Thementag ist ein besonderer Tag. Da dürfen alle Schüler in der Schule rumgehen und sich aussuchen, was sie machen wollen. Unser Monatsthema ist jetzt ‚Schule früher‘. Und da machen dann verschiedene Klassen ein Angebot. Die Walklasse zum Beispiel hat Handarbeit gemacht, also Sticken. Das durften ja früher nur die Mädchen machen. Und auf der anderen Seite haben die Jungs geschnitzt. Da durften dann keine Mädchen rein.“

Natalie: „Und man kann verschiedene Fragen zu dem Thema stellen. Die sammeln wir dann immer vorher in den Klassen und lernen das dann bei den Thementagen.“

Len: „Also, es gibt geschlossene Thementage. Die erinnern eher an ganz normalen Unterricht, aber sind halt nochmal so ein Tag, wo man besonderes zu einem Thema arbeitet. Es gibt dann aber auch offenen Thementage, da bereitet jede Klasse etwas vor oder eben zusammen, und man kann dann eben frei herumgehen – von 9 Uhr bis 10 Uhr. Dann frühstückt man und hat Pause bis 11 Uhr. Und dann nochmal bis 12 Uhr oder halb 1.“

Sophie: „Und was gefällt euch besser?“

Shaneecia, Natalie und Len: „Der offene Thementag!“

Erik: „Und habt ihr schon viele Thementage gehabt?“

Shaneecia: „Ja, fast jeden Dienstag!“

Erik: „Und welcher hat euch besonders gut gefallen? Und warum?“

Natalie: „Der Jetzige hat mir gefallen. Da hat man gelernt, wie es früher in der Schule war. Und, dass es uns allen jetzt viel besser geht als früher.“

Len: „Ich hatte so viele Thementage!“

Shaneecia: „Vielleicht der Thementag Werbung?“

Len: „Ja, das fand ich auch gut! Da hat jede Klasse eine Sache zu essen gemacht und Werbung dafür gemacht. Und die Kinder sind dann in jeder Klasse rumgegangen und haben von jeder Klasse das Essen probiert. Und dann mussten wir auf einen Zettel schreiben, welches Essen und welche Werbung wir am besten fanden. Und dann gab es am Ende zwei Gewinner – einmal für die beste Werbung und einmal für das Essen. Die Falken für ihre Muffins und die Füchse für ihre Pinocchio-Nasen-Werbung.“

Schülerrat


Sophie: „Und wie können sich hier Schüler für ihre Interessen stark machen?“

Len: „Also, Probleme werden in das Klassenratsbuch eingetragen. Jeden Freitag werden die dann im Klassenrat besprochen und Lösungen zusammen überlegt. Oder man sagt es dem Klassensprecher und die sprechen es dann im Schülerrat an.“

Sophie: „Und was ist der Schülerrat?“

Shaneecia: „Da sitzen so ein oder zwei Klassensprecher aus jeder Klasse mit Zettel und Stift. Und die können sich ein Thema aussuchen, wie zum Beispiel, die Toiletten sind nicht so sauber. Und dann wird dann halt besprochen, was gemacht wird. Also, Ideen sammeln.“

Len: „Zum Schülerrat kommen alle Klassensprecher zusammen mit Frau Berndt, der Schulleiterin. Und dann besprechen wir Themen, die die ganze Schule betreffen. Und die Kinder bringen auch ihre eigenen Themen mit, die dann besprochen werden.“

Sophie: „Was denkt ihr, macht eure Schule besonders?“

Len: „Dass man seine eigenen Stärken gut zeigen kann und dass auch Kinder, die beeinträchtigt sind, hier lernen können, ganz normal.“

Sophie und Erik: „Vielen Dank für das interessante Gespräch!“